Bericht 2019

Aktualisiert: 10. Dez 2020




Liebe Spenderinnen und Spender,


Zimbabwe, Land der Hoffnung, Land der Potentiale, ist wieder einmal an einem politischen und wirtschaftlichen Tiefpunkt angekommen. Strom, Wasser, Nahrungsmittel, Benzin und Bargeld sind knapp, viele Krankenhäuser sind geschlossen, Medikamente sind oft nur mit Devisen zu bekommen -wenn überhaupt. Alles in Zimbabwe ist teuer geworden - so teuer, dass 20 Brote so viel kosten, wie ein Lehrer im Monat verdient.


Viele Menschen im Land müssen täglich improvisieren und verzichten um irgendwie über die Runden zu kommen. Eine Besserung ist momentan nicht in Sicht.


Umso wichtiger ist es, in unseren Schulprojekten weiterhin persönlich, engagiert und nachhaltig zu arbeiten und einen Beitrag für ein besseres Bildungsniveau zu leisten, Gemeinschaften zu stärken und interkulturellen Austausch zu fördern!


Erst letzte Woche habe ich beide Schulprojekte wieder persönlich besucht und freue mich, Ihnen aktuelle Informationen und Bilder geben zu können.


In der Tengenenge Primary School konnten wir die zwei wichtigen Vorhaben für dieses Jahr gut und erfolgreich umsetzen. Bereits zu Beginn des Schuljahres war die Grundausstattung der Schulbücher für alle 4 Jahrgangsstufen in jeweils 15 Fächern nötig. Ihre Spenden 2018 haben ermöglicht, dass im Januar dieses Jahres über 1200 Schulbücher des neuen Curriculums gekauft und übergeben werden konnten!


Ebenso wichtig war der Anschluss an die Wasserversorgung aus dem 3 Kilometer entfernten Brunnen oberhalb der Künstlerkolonie Tengenenge. Auch dieses Projekt konnte vor Beginn der Trockenzeit im April erfolgreich abgeschlossen werden. Das frische Trinkwasser wird nun in einen 25.000 Liter Tank auf das Gelände der Grundschule gepumpt und versorgt seither 450 Schüler, Lehrer, Bauarbeiter und umliegende Bewohner mit frischem Wasser.


„In der Tengenenge Primary School konnten wir die zwei geplanten wichtigen Vorhaben für dieses Jahr gut und erfolgreich umsetzen.”

Nun ist die Schule um eine Jahrgangsstufe gewachsen und die Anzahl der Schüler ist von 287 auf 351 gestiegen. Im Januar sind dann Lehrbücher für diesen Jahrgang in allen Fächern wichtig, die wir gerne wieder frühzeitig bestellen würden.


Auch in der Musikawanhu Secondary School in Gokwe ist dieses Jahr viel Gutes entstanden. Im Februar haben wir uns um eine neue, kompetente Baufirma mit guten Referenzen im Schulbau bemüht, so dass das dritte große Schulgebäude solide fertig gestellt werden konnte!


Das neue Dach ist speziell verankert und mit stärkeren Stahlträgern konstruiert und ist nun sicher und langlebig. Die Fertigstellung dieses 37m langen Gebäudes ist ein Meilenstein in der Entwicklung einer weiterführenden Schule an einem abgelegenen Ort im Norden Zimbabwes. Entsprechend groß war die mir entgegengebrachte Dankbarkeit der Schüler, Eltern, Lehrer und der Gemeinschaft, die ich hiermit gerne an Sie weitergebe!


Auch die Secondary School in Gokwe hat von uns im Januar aktuelle Schulbücher in allen Fachbereichen bekommen und letzten Monat sogar Schulmöbel für das neue Gebäude.


Ein großes Problem ist jetzt, dass die Dachkonstruktion auf dem ersten Schulgebäude, vor 10 Jahren aus Holz gebaut, stark von Termiten befallen ist und eigentlich zeitnah aus Sicherheitsgründen komplett neu gemacht werden muss. Das ist sehr teuer.


Wichtig ist auch, das neue Schulgebäude mit großen Regenrinnen zu umfassen und an die Wassertanks anzuschließen, um bei der herannahenden Regenzeit möglichst viel Wasser sammeln zu können.


Weitere wichtige Maßnahmen sind die Möblierung und Ausstattung der Lehrerhäuser und Lehrerzimmer, Aufstockung der Bibliothek und Einrichtung eines Labors.


Auch wurde wieder der Wunsch an uns herangetragen, Unterkünfte für Schüler zu bauen, die von weiter herkommen und nicht täglich nach Hause laufen können und derzeit keine weiterführende Schule besuchen können.


In beiden Schulprojekten gibt es viele wichtige Entwicklungsmaßnahmen, die wir gerne mit Ihrer Hilfe vorantreiben würden. In Zeiten, wo viele Menschen um ihre Existenz und um die Erfüllung ihrer Grundbedürfnisse kämpfen, hat Bildung nicht immer oberste Priorität. Aber genau das sollte uns motivieren, weiter zu machen, weiter zu unterstützen, damit in Zimbabwe attraktive Orte entstehen, an denen junge Menschen durch Bildung ihre eigene Zukunft besser formen können!


Bitte unterstützen Sie weiterhin diese wichtigen Projekte.


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Im Namen des Vereins wünsche ich Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute für das Neue Jahr!


Bastian Müller-Mühlinghaus

(1.Vorsitzender)

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